Zum Frieden im 21. Jahrhundert

Zusammenfassung

Der Text setzt die „Kurzen Texte zum Frieden“ fort. Seine Botschaft ist im Kern dieselbe: Ächten wir Krieg, wie wir Sklaverei geächtet haben! Oder bleibt dies ein frommer Wunsch? Vielleicht können wir doch aus Erfahrung lernen. Was haben Friedensbewegung und Friedensforschung bisher bewirkt? Wie steht es mit der Umsetzung ihrer Ideen in praktische Politik? Haben sie schon Boden gut machen können angesichts des weltweit verbreiteten, aktuellen Rückfalls in nationalstaatliches, geopolitisches Fühlen und Denken? Wie verhalten sich Wehrhaftigkeit und Feindesliebe, wirksame Schutzverantwortung und Gewaltlosigkeit zueinander?

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Friedensrufe sind ehrwürdig und uralt. Sie sind angesichts heutiger Möglichkeiten von erhöhter Dringlichkeit. So manches ist schon auf dem Weg. Dabei denke ich vor allem an Schritte wie die Vereinten Nationen und das Werk der Europäischen Einigung. Doch ist das Umrüsten von Schwertern zu Pflugscharen nicht noch viel zu zaghaft? Die Vereinten Nationen werden ihrer Aufgabe erst dann gerecht, wenn sie nicht mehr als verlängerter Arm dieser oder jener Weltmacht oder Gruppe von Mächten wahrgenommen werden können.

Die Bestandsaufnahme zeigt ein operatives Herangehen der Friedensbewegung an die Probleme von gerechtem Frieden, Schutzverantwortung und rechtserhaltender (polizeilicher) Gewalt. Die Friedensforschung im 21. Jahrhundert setzt die Vorstellung von der EinenWelt (OneWorld) als selbstverständlich voraus. Sie wendet sich ab von idealistischen Träumen eines mit aller Macht und unter größten Opfern herbeizuzwingenden Paradieses. Angesagt sind die kleinen und unterschiedlich gearteten, vielen Frieden, die Politik der kleinen Schritte und die Berücksichtigung des ganzen Menschseins, also nicht nur seiner rationalen Seite: Transrationalität, energetische Friedensarbeit. Nach weiteren Zitaten zum Menschenbild, das uns ins Ganze einbettet, endet der Text mit Hinweisen auf die am 25. September 2015 von der UN-Generalversammlung beschlossene, ambitionierte Agenda 2030, auf ihre Bedeutung für unser Thema und mit Angaben zum Einsatz von Friedensfachkräften aus Deutschland in aller Welt.

 

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